Jannik Hampp (17) und Nico Steidl (19) predigten am 30. Juni in der Christuskirche

Jugendliche predigen. Einladung zum Gottesdienst. Der Film ist bei youtube hinterlegt.

Vor nicht allzu langer Zeit kam Pfarrer Stauffert auf mich zu mit der Frage, ob ich denn nicht einmal „seine“ Perspektive des Gottesdienstes kennenlernen wolle und ob ich mir vorstellen könne, eine Predigt zu halten. Zunächst war ich etwas überrumpelt, wusste nicht, was ich tun sollte. War das wirklich etwas für mich? Wie würde die Gemeinde darauf reagieren? In Nico Steidl, einem Freund von mir, habe ich jedoch einen Mitstreiter gefunden, denn gemeinsam trauten wir uns diese Herausforderung zu.

Getrennt voneinander haben wir uns Gedanken über den Predigttext aus Jesaja 55 gemacht, jeder von uns hat eine eigene Predigt geschrieben, die glücklicherweise beide in eine ähnliche Richtung verlaufen sind. So fiel es uns leicht, aus unseren zwei Texten eine einzige Predigt zu machen. Auf der Suche nach passenden Liedern haben wir die Gesangbücher durchforstet, und schlussendlich haben wir uns noch Gedanken um das Fürbittengebet gemacht.

In den letzten Minuten vor dem Gottesdienst waren wir beide richtig angespannt – würde alles so laufen, wie wir es geplant hatten? Nach einem kurzen Gebet zogen wir mit Pfarrer Stauffert in die etwa halbvolle Kirche ein, einerseits gespannt und neugierig, andererseits auch sehr nervös. Als das erste Lied gesungen war, ging es für uns beide los: Psalmgebet mit der Gemeinde und Schriftlesungen aus dem Alten und Neuen Testament. Trotz einer kurzen Probe vor dem Gottesdienst haben wir teilweise etwas leise und zu schnell geredet, verstanden hat man uns glücklicherweise aber dennoch.

Nun ging es schon auf den Höhepunkt des Gottesdienstes zu, die Predigt. Nach wenigen Sätzen durften wir feststellen: Unsere anfängliche Nervosität war gänzlich unbegründet, es machte sogar wirklich Spaß, unsere Gedanken mit der Gemeinde zu teilen. Es war unglaublich schön, gemeinsam mit der Gemeinde darüber nachzudenken, welche Bedeutung Jesajas Worte für uns heute haben können. Wir merkten schnell, dass die Predigt wohl nicht allzu langweilig geworden war (eingeschlafen ist nämlich niemand).

Unglaublich herzlich waren die Reaktionen, die wir nach dem Gottesdienst von all denen erhalten haben, die mit uns gefeiert haben. Nie hätten wir gedacht, dass wir so sehr die Herzen der Gottesdienstbesucher haben erreichen können. All die positiven Rückmeldungen haben uns wirklich darin bestärkt, weiter auf dem Weg des Glaubens unterwegs zu sein.

An dieser Stelle einen ganz herzlichen Dank an unseren Pfarrer Jürgen sowie die ganze Gemeinde, die uns diese Chance erst gegeben hat!

Jannik Hampp

 

P.S. Am Sonntag, den 1. September werden die beiden wieder predigen.