Es ist Zeit. Ich will nicht länger warten. Zum Nachhören.

"Es ist Zeit. Ich will nicht länger warten", sprach der HERR zu mir. Nicht der Herr soundso, sondern DER HERR.
„Es ist Zeit. Ich will nicht länger warten.“ Es war so um den 7. April 2035, könnte auch geschehen sein etwas früher oder später als meine Zeit gekommen war, wieder zurückzukehren, von wo ich zur Welt geschickt und gekommen war – von dem EINEN WELTENHERRN, der nie gesehen wurde, immer nur gehört.
„Es ist Zeit. Ich will nicht länger warten. Was hast Du als Menschskind gemacht, in und mit deiner Erdenzeit? Sprich bitte aber nicht: Eigentlich, eigentlich hätte ich ja schon wollen und sollen, aber… Ich wußte ja schon, nur leider…
Nein, das will ich niht hören. Bitte jammer mir nicht Ohren voll, was du unterlassen hast im Leben,  was dir Herz und Verstand und Leidenschaft zwar gesagt, aber du lieber hast es sein gelassen und dich hast von anderem und anderen verführen und verleiten lassen. Ich will nichts davon hören, wo du feige warst und stumm, wo du zwar mutig dachtest, aber dann doch Ja, und Amen sagtest obwohl du lieber „Nein, so doch nicht“ hast schreien und dich empören wollen. Bitte, bitte kein 'Hätte man doch eigentlich…. ', so sprach der Weltenherr zu mir und weiter:
"Hätt' ich damals, ganz zu Beginn am allerersten Anfang, auch nur gesagt: Man sollte mal 'ne Welt erschaffen und kreieren, die so voller Energie und unendlich groß und dann, nach und nach, so einen klitzekleinen Planeten voller Leben mittendrin, wo die Wesen selber denken und auch selber schaffen und wo ich auch mal Unterhaltung habe, ein Planetchen, schön und bunt, viel mehr und ganz anders als die kalten Klumpen oder glühendheiße Riesenbälle.
Hätt' ich damals nur gesagt und nur gedacht: 'Man sollt doch einmal, wär‘ doch gut und schön, ja aber …', dann wäre noch immer nur das Nichts und totes Chaos überall.
Aber ich hab‘ mich ja an ’s Werk gemacht und geplant, gedacht und so zu mir selbst gesprochen: Mach doch! und dann gemacht, weil ich wollte. So wurde meine und auch deine Welt und deine Welt.
So, du Nicht-Mehr-Menschenskind, nun erzähl du mir mal von dir und den Momenten und den Zeiten, als du in dir spürtest: ‚Das gefällt mir nicht. Das muss jetzt aber anders werden! Wenn nicht ich, wer dann?
Erzähl mir von den Momenten, wo du dich gut und stark und ganz lebendig fühltest, wo du, dir gewiss, gewusst hast: ja, dafür bin ich zur Welt gekommen, das ist jetzt meine Sache, meine Pflicht und Schuldigkeit“, so sprach der Weltenherr zu mir.
Und dann, dort an der Pforte, so zwischen Erd‘ und Himmel, fing ich an zu sprechen, denn ich hatte mir ja schon Geschichten für diese allerletzte Lebensabschnitts-Plauderei gesammelt und zurecht gelegt.
Ich hörte ja den Satz am 12. Juli 2020 auf der Inselspitze in Heilbronn schon einmal: „Es ist Zeit. Ich will nicht länger warten!
Du darfst nicht länger warten, wenn nicht jetzt wann dann? Später? Mir sagte mal ein alter, kranker Mann: 'Warten Sie nicht ab! Schieben Sie ’s nicht auf. Machen Sie ’s. Nächstes Jahr wird’s bestimmt nicht besser sein.' Ja, jetzt ist der Moment und die Zeit zu tun, was zu tun und was zu schaffen ist. Nur Mut. Und wer mutig ist, macht auch andern Mut.
Und ich fing an, zu dem einen Weltenherrn zu sprechen und zu erzählen und mich mit ihm zu unterhalten und hin, und wieder hörte ich ihn dann auch schmunzeln, bis er dann sagte:

"Danke. Der Nächste bitte."