In den Gottesdiensten hatte ich mir Gedanken zum Thema "Corona und die Folgen - religiös betrachtet" .

Auf den Unterseiten finden Sie die Predigten zum Nachlesen, Nachhören, Nachsehen. 

19. Juni 2020: Corona - nicht zur Strafe (1. Mose 6,5) , aber zur Bewährung.

Früher hat man Katastrophen als Strafe Gottes für die Bosheit der Menschen betrachtet und Schuldige gesucht. Heute halten sich die Kirchen mit dieser rückwärtsgewandten Deutung zurück. Die Frage lautet, ob und wie wir uns in der Krise bewähren und gemeinsam die Notlage bestmöglich überwinden. 

26. Juni: Gesegnet, die in der Not das Gemeinwohl stärken – "Die Seligpreisungen" (Matthäusevangelium 5).

BürgerInnen haben sich angeboten, für gefährdete Nachbarn einzukaufen; LehrerInnen hatten überlegt, wie ihre SchülerInnen weitergebildet werden können; PflegerInnen hatten ich in Gefahr begeben, Hilfsbedürftige zu versorgen; PolitikerInnen und BürgermeisterInnen mussten und müssen schwierige, einschränkende Entscheidungen treffen, ohne genau geleistet haben.

3. Juli: Bin ich mit meiner Arbeit noch systemrelevant?  - "Es ist alles ganz eitel.“ (Prediger Salomos 1,2)

Manche Berufe und Produkte werden nicht mehr so nachgefragt und gefördert wie früher. Das hat nicht nur finanzielle Folgen, es kann auch zur Sinnkrise führen und kann das Selbstwertgefühl verletzen. Wird man mich und meine Eignung künftig noch brauchen? Welche Tätigkeit ist noch sinnvoll?

10. Juli: Wer zahlt die Schulden zurück? - "Vom reichen Mann und dem armen Lazarus" (Lukasevangelium 16)

Mangelhaft bezahlte VerkäuferInnen, PflegerInnen, LageristInnen haben in der Krise den Laden am Laufen gehalten. Sollen sie nun auch für die Staatsschulden aufkommen oder nicht vielmehr die, die vielmehr haben als genug. Was ist gerecht?

17. Juli: Wird‘s nur wieder wie früher oder soll‘s besser werden? –" Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde" (Offenbarung 21)

Was haben wir in der Krise für die Zukunft gelernt? Worauf kommt‘s wirklich an? Was sollen wir künftig lieber sein lassen? Was brauchen wir zum Leben, zum Überleben? Wir haben erlebt: Vieles ist möglich, wenn der Wille dafür da ist.