Gemeindewanderung am 12. und 13. März 2016

40 Kilometer von Eberbach nach Mosbach

Am Samstag in der Früh war der Neckarsulmer Bahnhof belebt. Aus allen Richtungen kamen die 22 Wanderer mit Rucksack und Stöcken, bepackt zur zehnten Gemeindewanderung der Christuskirche Erlenbach. Pünktlich um 7.39 Uhr ging es mit der S-Bahn nach Eberbach, diesmal leider ohne Pfarrer Jürgen Stauffert, der nach einer Knieoperation nur in Gedanken bei uns sein konnte.
Das Wetter meinte es gut mit uns, so starteten wir nach einer kurzen Vorstellungsrunde bei herrlichem Sonnenschein unsere erste Etappe auf dem Neckarsteig. Durch die Altstadt ging es gleich hinauf auf den Breitenstein, den Hausberg von Eberbach. Doch gleich zwang uns eine Baustelle zu einer Umleitung, aber schon nach kurzen Diskussionen marschierten wir hinauf auf den Ludwigspfad und kamen so wieder auf den Neckarsteig. Auf dem Scheuerberg, da hatten wir schon 250 Höhenmeter geschafft, gönnten wir uns eine kurze Vesperpause in der Sonne.
Der Eberbacher Pfad der Flussgeschichte mit seinen Infotafeln ließ uns über die Natur staunen, wanderten wir doch in einem ehemaligen Flusstal des Neckars. Von der Teufelskanzel genossen wir den herrlichen Ausblick auf die Rockenauer Schleuse und den Steinbruch, bevor wir die 240 Höhenmeter ins Tal wanderten und wir über die Schleuse den Neckar überquerten.
Was ist eine Schleuse, wozu baut man so etwas, fragte Herr Adi aus Syrien. Zum Glück gab es eine Infotafel mit Bildern, so dass wir hoffen konnten, dass er unsere Gesten und ausschweifenden Erklärungen verstanden hat. Er nickte zufrieden und wir gingen weiter, denn bis zur Mittagspause auf der Burg Stolzeneck waren noch 200 Höhenmeter zu überwinden.
Inzwischen wurde es etwas kühler und wir machten uns bald wieder auf den Weg. Die fünf schnellsten Wanderer trennten sich von uns zu einer Extraschleife von vier Kilometern. Wir anderen marschierten den direkten Weg zur Minneburg, einer herrlichen Ruine aus der Stauferzeit, die im 30-jährigen Krieg zerstört wurde und bis ins 19. Jahrhundert als Steinbruch genutzt wurde.
Auf der Neckarbrücke bei Guttenberg holten sie uns wieder ein und so kamen alle 22 Wanderer gemeinsam um 17.10 Uhr im „Grünen Baum“ in Neckargerach, unserem Etappenziel für heute an. Nach einer warmen Dusche und einem leckeren griechischen Essen freuten sich alle auf ein Bett.
Am Sonntag starteten wir nach einem ausgiebigen Frühstück um 9.30 Uhr Richtung Mosbach. Gleich ging es wieder bergauf. Am Bahnhof überquerten wir die Schienen. Der Verlockung, mit der Bahn nach Mosbach zu fahren, konnten dann doch alle widerstehen, hatten wir doch das Highlight des Tages, die Margaretenschlucht, noch vor uns. Und das ließ sich auch niemand entgehen, alle kletterten tapfer durch die wildromantische Schlucht. Ein Erlebnis der Natur und Erdgeschichte. Ein Wechselspiel der Wasserfälle, ein felsiger Riss in der Sandsteinflanke.
Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es weiter über den Schreckberg, vorbei am Hamberger Segelflugplatz und dem Bismarckturm Richtung Mosbach. Den Kaffeeduft hatten die ersten schon in der Nase und so sparten wir uns den Heuschelberg und gingen gleich an der Elz entlang in die historische Altstadt. So hatten wir schon um 14 Uhr unser heutiges Etappenziel erreicht und ließen die zwei wunderschönen Tage bei einer gemütlichen Tasse Kaffee ausklingen.
Um 16.30 Uhr verabschiedeten wir uns mit frohen Herzen in Neckarsulm. Alle sind schon gespannt auf die nächste Wanderung und so bleibt mir nur der Dank an die tolle Gruppe!
Ute Koppenhöfer