Gemeindewanderung 2015 Albnordrandweg bei Aalen

Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat, zu Gottes Lob

Unter dieser Losung fand die Gemeindewanderung 2015 am Samstag, den 21. bis Sonntag, den 22. März auf dem schwäbischen Alb-Nordrand-Weg HW1 bei Aalen statt.
Nach der Begrüßung der 27 Teilnehmer starteten wir um 6.18 Uhr am Bahnhof in Neckarsulm mit dem Zug und Bus nach Heubach. Dort führte uns um 9.30 Uhr der Weg bei herrlichem Sonnenschein bergauf zur Ruine Rosenstein und wir konnten die grandiose Aussicht durch die Fensteröffnung der letzten Mauer des Palas genießen.

Während einer kurzen Rast stellte jeder sich und seine Fragen, Sorgen und Hoffnungen, welche er mitgebracht hatte, vor. So unterschiedlich wie die Teilnehmer, waren auch die Beweggründe, an dem Ereignis teilzunehmen - Abschalten vom Alltagsstress, nette Menschen treffen, Erfahrungen mitteilen oder die Natur und Ruhe genießen.

Dass Andersartigkeit Vorteile haben kann, wurde von Hannelore Ortwein in einer Geschichte über einen Blauohrhasen, welcher nicht aufgefressen wurde, weil er von seinen natürlichen Feinden nicht als Hase erkannt wurde, aufgezeigt. Dies und einige gemeinsame Lieder mit anschließendem Gebet öffneten den Zugang zu vielen interessanten Gesprächen während der Wanderung.

Über die ehemalige Zugbrücke, welche wir als Fotomotiv einer Belastungsprobe aussetzten, führten wir unseren Weg nach Lauterburg fort. Die Hälfte der Gruppe machte einen halbstündigen Abstecher über einen kurzen Steig zu den Felshöhlen „Haus" und „große Scheuer", zeitgeschichtliche Winterquartiere der Neandertaler, in denen sich heute Fledermäuse wohlfühlen. Die vorgesehene Mittagspause bei einer Grillstelle nach Lauterburg fiel der kalten Windböen wegen, welche nur bei den nahestehenden Windrädern gut ankamen, kurz aus. Dafür gab es eine ausgiebige Pause auf dem Volkmarsberg, wo wir uns in einer vom Schwäbischen Albverein bewirtschafteten Schutzhütte inmitten einer herrlichen Wacholderheide bei Kaffee und Kuchen aufwärmen konnten.

Um 17.05 Uhr, nach 22 km und 500 Höhenmetern, haben wir trotz vorhergesagten Regenschauern trockenen Fußes unser Tagesziel, das Hotel Ramada mit Limes-Therme in Aalen erreicht. Nach einem wohltuenden Thermenbesuch und einem sehr guten Abendessen gingen wir alle müde und zufrieden schlafen, um für den nächsten Tag gerüstet zu sein.

Ausgeschlafen, nach ausgiebigem Frühstück und mit Lunchpaket bestückt, begaben wir uns am nächsten Morgen um 9.15 Uhr auf die 23 km und 260 Höhenmeter bis nach Lauchheim. Zunächst bestiegen wir einen Aussichtsturm auf der Anhöhe mit wunderbarem Fernblick über die Bäume in die Alb und ins Kochertal hinab. Dem Leitspruch der Wanderung entsprechend ging es bei dem anschließenden Gebet um verschiedene Religionen, diese als andersartig anzuerkennen und nach Gemeinsamkeiten zu suchen, anstatt Gegensätze anzuprangern, da nur so ein Miteinander möglich ist.

Unsere nächste Etappe führte uns über Unterkochen, einer bezaubernden Schlucht entlang über Holzstege, an feuchten Stellen und Holzbrücken vorbei zum Weißen Kocherursprung. Dieser entpuppte sich als ein faszinierender und urwüchsiger Talkessel mit moosbewachsenen Ufern und Steinen sowie mehreren Quellen. Nach der Mittagspause oberhalb der Quellen mit herrlichem Blick in die Schlucht, ging es die Essinger Steige steil wieder ins Tal hinab. Der nächste Anstieg führte uns auf eine weitläufige bewaldete Hochebene, welche wir nach dem Überqueren der A7 wieder verließen. Weitere 3 km führten uns über Feld und Wiese mit einer steifen Brise um die Ohren zum Schloss Kapfenburg mit herrlichem Weitblick ins Tal.

Für den Abstecher zum Schloss war jedoch keine Zeit mehr, da wir den Zug nur noch durch einen 15 minütigen Endspurt hinunter nach Lauchheim erreichen konnten. Glücklich, bei dieser Wanderung mitgemacht zu haben, kamen wir um 18.35 Uhr auf dem Bahnhof in Neckarsulm an.

Ein herzlicher Dank ging an Ute Koppenhöfer und an Jürgen Stauffert für die gelungene Organisation der tollen Wanderung.

Bettina Sieger




Hier Bilder von der Wanderung