Ein Rückblick

Pfarrerin Eva Usrula Krüger, Pfarrerin Tu Liping, Wang Zichun


Das war eine großartige Sache, dass zum ersten Mal auf einem Landesmissionsfest unserer Landeskirche ein Workshop zum Thema China stattgefunden hat. Und es war kein Workshop wie alle anderen, sondern sogar ein ganzes Tagesprogramm.
Unter dem Label einer ansprechenden Werbung für das LaMiFe in Neuenstadt gab es eine extra hervorragende Werbung für den China-Tag in Neckarsulm.
Pfarrer Jürgen Stauffert hat sich langfristig und intensiv auf die Begegnung mit einer sehr fremden Kultur, Geschichte und Frömmigkeit eingelassen. Ich konnte ihm dabei behilflich sein.
Die Organistin der Martin-Luther-Gemeinde, Frau Wu Ling ist Konzertpianistin aus China. Sie hat den Boden für diesen China-Tag geebnet und dann auch gekrönt.
Zu Beginn gab es einen Vortrag zum Thema Religion(en) in China. Leider war ich, die Referentin, die ganze Zeit über total geschwächt durch einen starken Magen-Darm-Infekt, der es mir fast unmöglich gemacht hätte zu kommen. Ich möchte ich gerne bei Interesse einen extra Abend anbieten, um die wahrhaft schillernde Welt und das Fundament des Buddhismus zu präsentieren.
Das Podium brachte vielfältige Eindrücke von 3 bzw. 4 Personen über die jeweils andere Religion und Kultur zur Sprache. Die 3 Standpunkte einer chinesischen Software-Ingenieurin, einer chinesischen Pfarrerin und eines  deutschen Personalchefs waren breit angelegt. Sie wurden bereichert durch die christliche Glaubensschwester Zhang aus der nördlichsten Provinz  in China.
Leider sind wir nicht über das Stadium des beidseitigen Staunens herausgekommen. Da können wir bei Interesse weitermachen.
Es wäre eine Herausforderung gewesen, einen dezidierten Vertreter der Industrie dabei zu haben. Neckarsulm als Industriestandort mit vielfältigen Wirtschaftsbeziehungen nach China kam durch Frank Guse zur Sprache, aber die rein materialistische Position blieb außen vor.
Der Tag war ganzheitlich gestaltet. Die Kalligraphie konnte einen wichtigen Aspekt der chinesischen Kultur sichtbar machen: die Schrift.  Zum Nachmachen für Kenner, Liebhaber und auch für Kinder.
Das Essen war schwäbisch mit Kartoffelsalat und Leberkäse und chinesisch mit Jiaozi und gebackene Wantan. Dazu noch deutscher Kuchen, von dem die Chinesen gerne gegessen haben. Herzlichen Dank an die flexible Küche und das Team.
Der Abend mit chinesischer Guzheng und chinesisch/europäischer Klaviermusik war ein Glanzpunkt und musikalischer Leckerbissen. Die Guzheng-Melodie habe ich immer noch im Ohr. Ich werde sie nie vergessen.
Mit dem Gottesdienst am nächsten Morgen wurde der China-Tag dann abgeschlossen.  Die Predigt von Pfarrerin Tu entfaltete das Motto des LaMiFe anschaulich. Die Predigt ist nachzulesen auf der Homepage der www.doam.org. Die Chinesische Gemeinde in Dortmund braucht unsere Unterstützung in Form von Spenden und Fürbitte.
Das Projekt für das Opfer ist eine Bibelschule aus der Provinz Hunan, in der Mao Zidong geboren ist.  Hier gibt es die Möglichkeit, die Entwicklung dieses Projektes weiter zu beobachten und zu begleiten. Pfarrerin Tu oder ich geben gerne Auskunft.
Bei Interesse kann ich eine Chinareise nach Harbin (der Heimat von Schwester Zhang), Changsha (Bibelinstitut und Heimat Maos) und Heinann (Erholungsinsel im Süden) anbieten und durchführen.
Es hat sehr viel Freude gemacht, an diesem Tag mitzuwirken in der Hoffnung, dass dadurch die Beziehungen zwischen der württembergischen und der chinesischen Kirche vertieft werden konnten und das gegenseitige Verständnis für die deutsche und chinesische Kultur verbessert werden konnte.
Ich habe große Hoffnung darauf, dass tiefere Beziehungen zwischen CCC und Württembergische Landeskirche gefördert und entstehen können.

Eva-Ursula Krüger  – Pfarrerin und Sinologin – Kenzelweg 2 – 88045 Friedrichshafen